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Stadt Kempen
Einwohnerzahl: 36.000
Projekt: Concordienplatz
Jahr der Teilnahme: 2003
Kurzdarstellung der Arbeit
Der Concordienplatz wurde als räumlicher und funktionaler Mittelpunkt des 60er Jahre Stadtteils „Hagelkreuz“ (ehemals
„Neue Stadt“) für ca. 8.000 Einwohner geplant. Die einheitliche orthogonale Bebauungsstruktur des Stadtteils – Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbauten – ist eingebettet in einen freifließenden Grünraum. Der Platz wird städtebaulich geprägt durch eine ein- und zweigeschossige Ladenzeile auf der westlichen Platzseite, die östliche Platzwand wird dominiert von der Hauptfassade der Pfarre Christ König. Nach Norden geht der Platz in den zentralen Grünzug des Stadtteils über.
Am Concordienplatz befindet sich bis heute ein Großteil der Infrastruktureinrichtungen des Stadtteils. Leerstände und Downtrading-Prozesse sorgen jedoch für Probleme.
Mit einer städtebaulichen und architektonischen Neufassung soll der Platz seiner Funktion als Mittelpunkt des Stadtteils wieder gerecht werden. Nach Westen und Süden wird der Concordienplatz durch Baumreihen gefasst. Der preisgekrönte Entwurf setzt vor allem auf mehr Aufenthaltsqualität. Die Freiräume sollen unterschiedlichen Aktivitäten und Außengastronomie Platz bieten. Die überdimensionierte Platzfläche wird durch Hereinführung des zentralen Grünzugs in den Platz räumlich neu gestaltet.
So entsteht eine gestufte Raumfolge, von einer relativ naturbelassenen Wiese im zentralen Grünzug über einen streng formalen Staudengarten, der den Übergang zwischen Freiraum und Stadtraum markiert, bis hin zur städtisch geprägten Teilfläche im Süden.
Verbindendes Element und Blickfang ist ein frei geführter gepflasterter Fußweg, der am südlichen Ende seinen Abschluss in einer Sitzskulptur findet. Ein Lichtkonzept sorgt für die Jahreszeiten entsprechende Stimmungsbilder und ergänzt die baulichen Maßnahmen.
Die Jury prämiert mit dem Concordienplatz vor allem auch eine beispielhafte Auseinandersetzung mit dem Maßstab von Platzräumen.
Stand der Umsetzung
Das Projekt ist fertig gestellt und wird auf Initiative des Bürgervereins Hagelkreuz e.V. um eine Skulptur ergänzt.
Zwei geplante Stelen symbolisieren ein Tor am südlichen Platzrand als Eingang ins Stadtviertel „Hagelkreuz“. Die 4,80m hohen Granitstelen verjüngen sich treppenförmig nach oben. Texte und Zeichnungen eingemeißelt in die Stelen erzählen, wie seit vielen tausend Jahren schon, Geschichten über den Ort und die dort lebenden Menschen.
Abgerundet wird das Ensemble durch zwei seitlich angeordnete Wasserbecken, welche die Proportionen der Stelen wieder aufnehmen und damit zu einer Einheit verschmelzen.
Die Hauptfinanzierung erfolgt über die Sparkassenstiftung der Sparkasse Krefeld. Hinzu kommen Spendengelder des Bürgervereins sowie Leistungen der Stadt Kempen.

geplante Umgestaltung

Platzumgestaltung in der Bauphase

umgestalteter Platz
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